Lauenauer Runde Flecken Lauenau
am Deister
Flecken Lauenau
Die Geschichte des Flecken Lauenau
Von Schwedesdorf zu Lauenau
Schwedesdorf im Jahre 1059, Lauenau im Jahre 1301

Im Güterverzeichnis des Klosters Fulda wird 1059 "Suedesdorf" (Schwedesdorf) erwähnt.
Somit ist dies der urkundlich älteste Teil des Fleckens Lauenau. Da dies uraltes Siedlungsgebiet der Cherusker und der Sachsen war, ist anzunehmen, dass hier schon lange vorher eine Ortschaft bestand.
In manchen Urkunden kommen die Namen Lauenau und Schwedesdorf nebeneinander vor.
Das ist damit zu erklären, dass mit Lauenau immer nur die Burg und die dazu gehörenden Ländereien bezeichnet wurden ("do der Lowenawe"), dass aber mit Schwedesdorf immer das frühere Dorf oder der Flecken Lauenau gemeint war.


Merian Kupferstich 1654

Den Namen leitete der Heimatforscher Karl Parisius (1867 - 1959) von "Sued = Swed = Schwed", lange Linie oder Reihe ab. Es bedeutete vielleicht: Dorf der Grenzherren oder Grenzdorf, wegen der Grenzlage im Bukkigau.

Die Burg Lauenau soll etwa zwischen 1190 und 1200 als Grenzfeste gegen die Schaumburger erbaut worden sein.
Parisius erwähnt, dass die Burg nicht nur zur Grenzfeste, sondern auch zur Gerichtsstätte bestimmt war und schließt aus dem Namen in der ältesten Form "Lowenow", d. h. "Gerichtsstätte an der Aue" oder kurz "Auegericht".
Die ihm bekannte erste urkundliche Erwähnung des "Castrum Lowenow" datiert in einer Urkunde des Klosters Wennigsen vom 8. Februar 1307.
Eine Urkunde des Klosters Barsinghausen schließt mit dem Satz "Datum et actum in Lowenow anno domini MCCCI in die scolastice virginis", das wäre der 10. Februar 1301.

Der Name der Gerichtsstätte wurde allmählich auf das Dorf übertragen, da er für die Amtsinsassen wichtiger war.
Als dann auch noch der Ort im Laufe des 16. Jahrhunderts zum Flecken erhoben wurde und zwar mit dem Namen Lauenau, ging der alte Name Schwedesdorf fast unter.
Nur die Familie von Münchhausen nennt heute noch ihr Schloss "Schwedesdorf zu Lauenau".

1059 - 2009
Festschrift 950 Jahre Flecken Lauenau (2,3MB)

Ehemaliges Rathaus um 1959

Ehemaliges Rathaus Mai 2010

Lange Straße um 1938

Lange Straße Mai 2010

Im Jahre 2017 wurden 2 geschichtliche Artikel in den Schamburger Nachrichten veröffentlicht:

Darauf saß die Welt
Aufstieg und Niedergang: Vor 100 Jahren wurde in Lauenau der inzwischen untergegangene Stuhl-Gigant Casala gegründet

Mehr als nur ein Lehrer
Vor 150 Jahren wurde der Lauenauer Heimatforscher Karl Parisius geboren


Feggendorf und Lachdorf im Jahre 1159

Feggendorf wird erstmalig in den fuldischen Schenkungsverzeichnissen 1150-1168 genannt.
"Benno gab Gott und dem heiligen Bonifatius, was er in folgenden Orten besaß", und nun wurden neben anderen Orten Linthurst (Lindhorst) und Cleggendorf (Feggendorf) genannt.
Feggendorf bildeten die Orte Feggendorf und Lachdorf.

1159 ist als Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung anzusehen, denn in den Schenkungsverzeichnissen werden die Namen Veggentorf und Lacthorpe erstmals erwähnt.
Der Name Lachdorf leitet sich von dem Wort "Lache" für Wasserpfütze ab und zeigt an, dass das Gebiet früher sehr nass bis sumpfig war.
Nach der Flurnamenbeschreibung von Wilhelm Stummeyer hieß das Gelände am Bach entlang "Worth", auch "Wurt", das bedeutete erhöhter Boden, erhöhter eingefriedeter Platz.
Auf solchen Plätzen hatten die ersten Siedler inmitten des Sumpfes ihre Hofanlagen errichtet.
Durch das starke Gefälle des Baches war das Gelände relativ einfach trocken zu legen.
Der Name Feggendorf leitet sich in einer alten Form wahrscheinlich von dem Wort Grenze ab.
Feggendorf lag im Bukkigau an der Grenze zum Marstemgau.

Die ausführliche Geschichte Lauenaus finden Sie hier
Auch in der Wikipedia Enzyklopädie gibt es was über Lauenau.

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Letzte Änderung: 13. 12. 2017 © Flecken Lauenau 2004 - 2017